Wozu brauche ich eigentlich eine Flatrate?

Jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit komme ich an Werbetafeln vorbei, die mich fragen, wie viel ich für meine Allnetflatrate bezahle. Ich finde diese Flatrates wirklich verführerisch. Sich keine Gedanken machen zu müssen, wenn man telefoniert, finde ich angenehm.

In den letzten Wochen habe ich dann einmal nachgeschaut wie viel ich denn tatsächlich telefoniere und es stellt sich heraus: Ich bräuchte gar keine Flatrate. Aber dann ist da diese kleine Stimme: Vielleicht passiert etwas und du musst doch mal längere Telefonate führen. Dann bist du froh, wenn du eine Flatrate hast.

Mit einer Flatrate kauft man häufig wie bei einer Versicherung auch ein Stück Sicherheit mit ein. Für den Fall, dass man viel Telefonieren muss, ist man gegen die Kosten sozusagen versichert. Wahrscheinlicher ist aber, dass man von 12 Monaten im Jahr 10 Monate viel mehr bezahlt, als man müsste.

Ich jedenfalls verabschiede mich gerade von meiner Flatrate und werde mit Auslaufen meines Vertrages im Sommer zu einem Anbieter wechseln, bei dem ich monatlich Minuten, SMS und Datenvolumen einstellen kann und dadurch vermutlich statt 30 Euro nur noch 6 Euro im Monat zahlen müssen.

Außerdem habe ich mir vorgenommen ein paar zusätzliche subversive Wege zu begehen, um meine Kosten zusätzlich klein zu halten, denn häufig vergisst man, dass man mehr Kommunikationswege hat, als nur das Mobiltelefon (was ja ursprünglich dafür gedacht war, unterwegs telefonieren zu können).

Da gibt es das Festnetz über meinen Internetanbieter (Voice over ip), mit dem ich im Festnetz unbegrenzt telefonieren kann. Dann gibt es da noch Skype, mit dem ich im Zweifel in der ganzen Welt telefonieren kann.

Letztlich möchte ich mich auch für intensive Gespräche häufiger wieder mit Freunden verabredeten. Mich mit einem Freund treffen und hinsetzen bei einem kühlen Getränk anstatt eine Stunde lang am Hörer zu hängen.

Marco Mattheis, 15. März 2016

4 thoughts on “Wozu brauche ich eigentlich eine Flatrate?

  1. Gabi Raeggel

    Da ist was dran! Ich habe seit eh und je Prepaid und bereue dies absolut nicht. Denn mal ehrlich: Wie oft gibts längere Telefonate, die nur über Handy funktionieren? Bei mir selten. Mir reicht die Minutenabrechnung – pro Monat komme ich da auf ca. 2€ bis 2,50€. Und Zuhause haben wir einen Festnetzanschluss mit Flat ins dt. Festnetz, den wir für 2 Euro Aufpreis zur Internetleitung dazu bekommen haben. (Tarif gibts jetzt nicht mehr, wir haben ihn aber halt noch)
    Was mich ärgert: Die mobilen Internetflatrates: Mir würden eigentlich rd. 50MB im Monat reichen: für ÖPNV-Fahrplan, ab und an Staumeldungen oder eine kleine Chatnachricht (die muss aber eigentllich auch nicht sein). Tja und diese Datenmenge kostet immer in etwa soviel wie gleich 250MB. Derzeit habe ich eine 250MB-Flat für 4,99€, die ich eig. gerne noch reduzieren würde. Wobei 7,50€ ja dann auch noch geht – so gerade eben 😉

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    1. marcomattheis Post author

      Das geht mir ebenso. Mobiles Internet brauche ich im Vergleich zu vor einem Jahr, 99% nicht mehr. Fahrplansuche vielleicht fünfmal im Jahr und Nachrichten senden, weil es halt geht. Ich bin froh, dass ich auch dieser „immer mehr Datenvolumen“ Schraube raus bin.

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    2. Hui

      Hallo liebe Gabi,
      ich mag ja nicht gerne Werbung machen, aber das ist genau mein Tarif:
      Kein Vertrag, Prepaid; Min. Tel bzw. SMS 9 Cent + 100 MB mobile Daten, danach gedrosselt für 2,00 € (Monat) im D-Netz! -> passt!
      gibt’s bei ‚congstar‘ (100% Telekom Tochter 🙂 )
      liebe Grüße, Hui

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  2. Astrid

    … Nachdenklich. 😉 Noch geniesse ich es, beim Telefonieren an keine Kosten denken zu müssen und auch nicht zu wollen. Und ich kann mein Mobiltelefon immer häufiger beisete legen. Das hat schon was.
    Wie war das in meinem Leben bevor ich mein erstes Mobiltelefon hatte?
    Danke für Deine Gedanken.
    Liebe Grüße
    Astrid

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