Kleiderschrank – Ein ewiges Thema! Oder geht es auch ohne?

Verrückter Gedanke, der mich seit Beginn meines Minimalismus Lebens-Experiments nicht loslässt. Kann ich auf einen Kleiderschrank verzichten? Das geht, ist mir klar. Die Frage ist, wie ich es hinkriege.

Ich habe ca. 90% meines übrig gebliebenen Besitzes in meinem Kleiderschrank. Ein schmaler Kleiderschrank aus Holz, zwei Türen. Neben meiner Kleidung auch meine Aktenordner, meine Tagebücher und sonstiger Kram.

Entsprechend voll gestopft wirkt er die meiste Zeit. Viele Kleidungsstücke brauche ich seit vielen Monaten und einigen Jahren einfach nur auf. Als Minimalist kann ich mich für gewöhnlich ganz gut von unnützen Dingen trennen. Für Kleidung gilt das nicht. Die brauche ich bis zum letzten auf. Dennoch:  Die Anzahl der T-Shirts sinkt seit Jahren von einem recht hohen Niveau, das gleiche bei allen anderen Kleidungsstücken.

Ich habe schon sämtliche Aufbewahrungsmöglichkeiten im Schrank durch. Gefaltet, gerollt und geknuddelt im Wäschekorb davor. Derzeit experimentiere ich damit, ob ich 90% der Kleidung in den Schrank hängen könnte und probiere mit Hängevorrichtungen herum. Die Socken an einer langen Leine mit Wäscheklammern befestigt sparen viel Platz. Das obere Regal wird so frei für viele andere Sachen.

Es scheint: Ganz überflüssig werde ich den Schrank auch in absehbarer Zeit nicht machen können. Aber vielleicht hat ein Leser oder eine Leserin noch eine praktisch Idee zur Vereinfachung des Kleiderschranks. Dann bitte nutzt die Kommentarfunktion.

Fleisch!

Fleischkonsum ist auch so eine Gewohnheit, die ich derzeit stark hinterfrage. Vor allem wenn es um Fleisch geht, dass auf ekelhafteste Weise “produziert” wurde. Die Liste der negativen Folgen dieser Produktion ist lang und wird im obigen Video (ARTE Doku) gut zusammengefasst.

Es wird also endlich Zeit, dass die Politik etwas ändert!?
Es wird Zeit, dass endlich irgendjemand diesen bösen Konzerten das Handwerk legt!?

Kann alles sein.

Aber vor allem wird es Zeit, dass ich selbst anfange in diesem Bereich mein Verhalten zu hinterfragen und Gewohnheiten zu ändern. Ich versuche das jetzt zum ungezählten Male, hoffe aber es diesmal zu schaffen.

Und ihr? Wie haltet ihr es mit de Fleisch?

Warum es klug ist seine Fallhöhe schon heute zu reduzieren.

Wenn ich mit Leuten über Minimalismus im weitesten Sinne rede, höre ich häufig Aussagen wie diese:

Warum sollte ich mich einschränken und auf Dinge verzichten, die mir Spaß machen, wenn ich es nicht muss? 

Die Welt geht ohnehin kaputt.

Viele Menschen sind davon überzeugt, dass ein nachhaltiges Leben keinen Sinn und vor allem keinen Spaß macht. Sie fliegen nunmal gerne in den Urlaub und wollen nicht über jede Autofahrt nachdenken und die Welt geht ohnehin kaputt.  Continue reading

Zeitdiebe – Teil 3 (Technik)

Jede neue Technik kam bisher mit dem Versprechen daher Zeit zu sparen. Eine E-Mail ist schneller als ein Brief oder ein Telegramm. Eine Waschmaschine erspart Zeit und körperliche Arbeit. Immer mehr neue Technik macht unser Leben leichter und bringt uns vermeintlich mehr freie Zeit.

Heute leben wir in einer von Technik durchtränkten Zeit, doch ich frage mich ernsthaft: Wenn immer mehr Technik zu immer mehr gesparter Zeit führt, warum hetzen wir alle dann alle noch mehr als jemals durch unser Leben und haben so oft das Gefühl eben keine Zeit zu haben?

In Teil 3 meiner Serie zu Zeitdieben will ich dieser Frage nachgehen.  Continue reading

Zeitdiebe – Teil 2 (Beziehungen und soziale Netzwerke)

Was soll das denn heißen? Wie kann man denn menschliche Beziehungen als Zeitdiebe bezeichnen?

Meine Partnerin, meine Eltern, meine besten Freunde stehlen mir doch keine Zeit! Das meine ich auch nicht. Menschliche Beziehungen sind ungemein wichtig, aber wirklich alle? Und so viele wie möglich?

In Teil 2 meiner Serie über Zeitdiebe, möchte ich über unseren modernen Umgang mit Freundschaft und sozialen Beziehungen im allgemeinen sprechen. Ausgangs ist dabei meine Aussage aus Teil 1 (Freizeit):

Unsere Zeit ist begrenzt. Wir können sie nicht vermehren, höchstens vollstopfen. Continue reading

Zeitdiebe – Teil 1 (Freizeit)

Minimalismus ist so viel mehr als nur das Ausmisten von überflüssigen Dingen im Haushalt. Daher möchte ich mich an eine kleine Reihe wagen, die sich näher beschäftigt mit der Reduzierung von Zeitdieben in unserem modernen Leben.

Die Artikelreihe richtet sich an alle Leser, die regelmäßig das Gefühl haben, sie hätten kaum Zeit für sich, also an all jene, die unter Zeitdruck leiden.

Ich schreibe dies aber auch für alle Minimalisten und Downshifter, die sich inhaltlich noch einmal mit Zeitdieben beschäftigen wollen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen teilen wollen.

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Digitaler Irrweg / Papierkram

Bei vielen Minimalisten geht das Reduzieren des Besitzes einher mit einem sehr digitalen Lebenswandel. So mancher zieht sogar als sog. digitaler Nomade durch die Welt. Ich war auch ein paar Jahre auf dem digitalen Pfad unterwegs. Digitalisierung aller Papiere, Kalender sowieso, Bücher, Musik etc. Aber ähnlich wie es Daniel mit seinen Büchern beschreibt, sehe ich heute vieles ein wenig anders. Man sollte es mit der Digitalisierung auch nicht übertreiben. Denn die kommt auch nicht umsonst daher und birgt bei vielen Vorteilen auch Nachteile und Risiken. Je digitaler man lebt, desto abhängiger macht man sich auch. Abhängig von: Continue reading

Ungeteilte Aufmerksamkeit ist in einer begrenzten Welt das wertvollste Geschenk

Alles was uns wichtig ist, wird es erst dadurch, dass wir ihm unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.

Diese Weisheit ist mir wieder in mein Bewusstsein gespült worden durch den Film “her”. An dieser Stelle keine Filmbeschreibung. Nur soviel: Der Film ist sehenswert für alle, die auch manchmal darüber sinnieren, wie weit die Technik uns wohl noch bringen wird. Wer es spaßig und zugleich ein wenig gruselig findet, wenn er sich schon heute mit Computern unterhält, wird einen großen Gewinn aus dem Film ziehen.  Continue reading