Kein W-Lan mehr im Schlafzimmer

Das W-Lan im Schlafzimmer stammte noch aus meiner intensiven Smartphone Zeit. Abends noch im Bett twitter, facebook und Co. durchblättern oder einen Film über Netflix gucken. Heute kam er weg, flog auf den Müll. Wie es überhaupt zum W-Lan im Bett kam und wie es mir jetzt ohne geht, ist schnell erzählt:

Das W-Lan aus der Küche (Ort des Telefonanschlusses) reichte aber nie durch die dicken Wände unseres Altbaus bis in das Schlafzimmer. Also kam irgendwann ein W-Lan Verstärker von devolo ins Haus. Das war leider viel zu häufig ein unzuverlässiger Verstärker. Mal gab es Netz, dann plötzlich nicht mehr. Darauf folgte immer ein genervtes Rumfummeln in den Einstellungen des iPhones. Oder noch nerviger: Raus aus dem Bett und den Verstärker neu starten.

Bei den meisten Dingen des Lebens kann ich die Ruhe bewahren, aber Technik die nicht tut, wofür sie gemacht wurde, reizt mich trotz aller Meditationspraxis bis aufs Blut.

Heute kam der Verstärker dann endlich auf den Elektromüll. Der war nicht mehr zu retten, schlimm verschmutzt und schlicht unfähig. Gebraucht habe ich das Netz im Bett ohnehin schon lange nicht mehr, benutze ich mein smartphone doch nur noch zum Hörbuch hören, Texten, Telefonieren und ggf. mal ein Foto. In genau dieser Reihenfolge.

Es fühlt sich gut an, einen Raum im Haus zu haben, in dem kein Netz verfügbar ist. Um so schöner, dass es der Ort der Stille und Erholung ist.

Meine Erkenntnis: Ich vermisse das Netz im Bett nicht. Überhaupt nicht. Gar nicht. Es ist im Gegenteil eine echte Befreiung.

Marco Mattheis, 2.Mai 2016

2 thoughts on “Kein W-Lan mehr im Schlafzimmer

  1. Astrid

    Ich liebe ja Deine kurzen Texte. Sehr. Und diesen besonders. 🙂 Analog ins Bett . Mit Buch oder so …
    Ich schalte am Abend mein W-LAN aus. Und mein Handy nutze ich NUR als Wecker. Das gelingt mir zunehemnd besser. Nicht immer.
    Mit schmunzelnden Gedanken …
    Astrid

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    1. marcomattheis Post author

      Danke, dann werde ich mich besser mal kurz halten. Ich versuche auch meine Veränderungen mit einem Augenzwinkern voran zu treiben. Lieber kleine Rückfälle als gar keine Fortschritte.

      Reply

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