Immer mehr Gewalttaten durch Autofahrer

Heute eine Meldung im Radio. Die Polizei aus Oberhausen meldet immer mehr Gewalttaten durch Autofahrer. Das Ausbremsen, Bedrängen und Beleidigungen von Rettungskräften (!) bei ihren Einsätzen wird immer häufiger. So mancher steigt auch aus und schlägt gleich zu. …

Was ist da los? Was geht da vor im Kopf von einem, der Rettungskräfte angeht, die gerade versuchen ein Menschenleben zu retten?

Mit allgemein zunehmendem Stress kann ich mir das kaum erklären. Der Kredit von Haus und Auto noch nicht abbezahlt, der Job nicht sicher oder schon verloren, mindestens aber ungeliebt und nervig, die Kinder quengeln, ihnen fehlt das neuste Spielzeug, die Frau will auch schon lange nicht mehr so wie man selbst.

Ja klar, mag alles sein. Per se will man ja auch nicht als Verlierer dastehen und auch keinen Konflikt durchstehen. Den Job aufgeben, auf Auto oder Haus verzichten, sich von der Frau trennen (oder gar die Probleme auf den Tisch legen), den Kindern sagen, dass es dieses Jahr keinen eigenen Flat Screen im Kinderzimmer geben wird. Bitte nicht, bitte nicht noch mehr Probleme! Und Diskussionen hat man mit dem Chef ohnehin schon genug. Da reicht dann oft schon der kleinste Funke und einer steigt aus, pöbelt, hupt, bremst, und prügelt. Und das Auto ist ohnehin ein gefährlicher Ort. Es ist so schön sicher mit viel Stahl um einen herum. Der Stahl scheint bei so manchem aber nicht nur die laute Welt da draußen zu dämpfen, sondern das Hirn gleich mit.

Was kann man so einem raten? Minimalismus? Sich auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren oder erst einmal herausfinden was das ist? Weniger Zeit auf der Arbeit und mehr mit der Familie, ohne TV, einfach nur viel gemeinsame Zeit auf grünen Wiesen? Dreimal die Woche Sport um Wut, überschüssige Kraft und Fett weg zu schwitzen? Einen guten Freund, bei dem man(n) sich auch mal “ausheulen” kann.

Nein, ganz ehrlich. Bisweilen bin ich mir sicher: So manchem ist gar nicht mehr zu helfen.

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