Category: Lernen und Üben

Mal wieder auf dem Weg zum Vegetarier?

Derzeit kämpfe ich (wieder einmal) gegen diese alte Gewohnheit des Fleisch Essens an. Ich will an dieser Stelle gar nicht auf die Diskussion rund um Vegetarismus und Co eingehen. Ich glaube es gibt eine ganze Reihe von guten Gründen nur wenig oder gar kein Fleisch zu essen. Ich kann auch gar nicht beschreiben, warum ich das starke Bedürfnis habe, weniger Fleisch zu essen. Je nach Tagesform ist es eher eine moralisch ethischer Standpunkt, dann wieder ist es mein tief verwurzelter Drang mein Leben noch einfacher zu gestalten. Ob das mit dem Verzicht auf Fleisch im Alltag klappt, bezweifle ich teilweise eher. Im Supermarkt klammert sich zwar ein Großteil des Sortiments per se aus, aber sich dauerhaft vegetarisch zu ernähren, erscheint mir derzeit noch schwieriger als einfach wieder zum tiefgekühlten Schnitzel zu greifen.

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Zwei Pullover ersetzten mein Kopfkissen – Update

Vorbereitungen auf eine Wanderschaft im Sommer. Dabei ist es mehr als es von Außen scheint. Meine Vorbereitungen könnte man sehen wie die Einkäufe für einen ersten Camping Urlaub. Rucksack, Schlafsack, Luftmatratze. Alles Dinge um außerhalb eines beheizten Hauses einige Nächte zu verbringen. Leichtes Gepäck eben. Aber je weiter ich voranschreite mit meinen Planungen, desto mehr erkenne ich, dass sich erneut alles um die Reduzierung der Fallhöhe dreht.

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100 Tage kein Zucker im Kaffee und andere Veränderungen

Die 100 Tage ohne Zucker im Kaffee waren gestern vorüber. Ein Resümee: Die hundert Tage erscheinen mir im Rückblick sehr lang. Nicht weil es eine anstrengende Zeit war, sondern weil ich in diesen etwas mehr als drei Monaten so viele andere Dinge verändert habe. Die andere Erkenntnis: 100 Tage sind ein sehr guter Zeitraum um kleine und mittlere Gewohnheiten zu ändern. Schafft man diese 100 Tage, ist ein Rückfall eher unwahrscheinlich. Das gilt wahrscheinlich nicht für größere Baustellen, für wirklich intensive Süchte sollte man also weiter einen Facharzt aufsuchen. Aber für den einen oder anderen guten Vorsatz für das neue Jahr, kann ein Kalender und die Zahl 100 durchaus funktionieren.  Continue reading

Auf Wanderschaft (1)

Üblicherweise schreibe ich in meinem blog nicht über Dinge, die ich plane. Viel lieber berichte ich über Erfahrungen. Ganz konkret und real. Hätte, könnte, wollte, sollte, so will ich nicht erzählen.

Meine geplante Geschichte geht so: Nächstes Jahr im Sommer will ich mit meinem Rucksack für eine Woche zu Fuß durch die Wälder ziehen. Continue reading

Fallhöhe reduzieren – 1 Monat später

Vor einem Monat (26.Okt.2015) habe ich damit begonnen, „die eigene Fallhöhe zu reduzieren“ (Artikel). Dabei geht es mir darum mich von möglichst viel Dingen unabhängig zu machen, von denen ich bisher dachte, ich könnte gar nicht ohne sie auskommen. Und so sieht es aus nach einem Monat:

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Abhängigkeiten November 2015

Gesundes, hervorragend mit Nährstoffen gesättigtes Blut durchflutet mich. Das habe ich bisher immer angenommen und gehofft. Jetzt habe ich es ärztlich bestätigt.

Ich gehe derzeit einige neue Themen an, mit denen ich meine bisher gewonnene Unabhängigkeit zu einigen Dingen und Gewohnheiten weiter ausbauen will. Die Vorträge und Gedanken von Niko Paech haben mich „nachhaltig“ zum Nachdenken angeregt. ich will meinen eigenen Minimalismus neu ausbalancieren. Ich bemerke eine Verschiebung meiner Aufmerksamkeit von den Dingen zu den alltäglichen Abhängigkeiten. Hier 3 persönliche Beispiele: Continue reading

Stille Tage in Witten (2)

Tag 43 von 100 ohne Zucker im Kaffee. Dabei geht es weder um Zucker, noch um Kaffee. Es geht um Gewohnheiten. Aber das Experiment im Kleinen zeigt mir, dass es geht. Ich bin fähig Gewohnheiten langfristig zu ändern. Keinen Zucker in den Kaffee zu tun, erfordert keine Anstrengung mehr. Ich denke überhaupt nicht mehr darüber nach. Lassen sich auch andere Gewohnheiten so ändern? Einfach nur indem ich sie durch bessere Gewohnheiten ersetze und mich auf den Weg mache 100 Tage durchzuhalten?

Monotasking – Multitasking

Es ist ruhiger geworden. Die iphone app, die alle meine Aktivitäten zählt, habe ich längst wieder gelöscht. Sie alleine verbrauchte 82% meiner Akku Energie. Was für ein Wahnsinn. Geholfen hat es dennoch. Das iphone bleibt jetzt viel häufiger in der Tasche. Es ist nicht mehr so wichtig. Die Alarmstufe ist gesenkt worden. Von absolut notwendig auf sehr nützlich.

Monotasking breitet sich aus. Beim Sport konzentriere ich mich auf die Übungen, beim Autofahren fahre ich Auto, beim Spazierengehen gehe ich spazieren. Ich beende auch Tätigkeiten, sobald ich merke, dass ich mich nicht mehr darauf konzentriere oder hole meine Gedanken bewusst zurück. Die Erlebnisse werden intensiver. Alles hält länger. Ein Hörbuch hält länger, ein Text hält länger. Eine Dokumentation schaue ich mir bisweilen über mehrere Tage an. Danach weiß ich sogar noch Einzelheiten daraus.

Wie geht es dir? Gut, Danke, und dir? Auch.

Dinge dauern jetzt länger. Antwort auf eine E-Mail ein paar Tage statt Stunden. Dafür ist es eine echte Antwort und nicht nur ein Reflex. Das Nachdenken über erlebte Ereignisse (E-Mail, Text, Telefonat, Film, Begegnung mit einem Menschen) führt zu einer tieferen Auseinandersetzung und zu anderen Antworten. Zu solchen, die mich selbst weiterbringen.

Marco Mattheis, 21.Oktober 2015

Stille Tage in Witten (1)

Seit neun Tagen beobachte ich meine smartphone Nutzung. In Dauer und Häufigkeit. Dank einer app (Moment) kann man das sehr genau messen. Die Ergebnisse haben mich erschrocken. Vor allem, weil ich mein smartphone jetzt in der Beobachtungsphase schon viel seltener nutze. Ich achte viel bewusster darauf, ob es wirklich nötig ist, mal eben auf die Uhr zu gucken oder mal kurz nach neuen Nachrichten zu schauen. Continue reading