Author Archives: marcomattheis

About marcomattheis

Geboren Juli 1982
Minimalist seit 2006
Wohnhaft in Witten im Ruhrgebiet (Germany)

Zeitdiebe – Teil 3 (Technik)

Jede neue Technik kam bisher mit dem Versprechen daher Zeit zu sparen. Eine E-Mail ist schneller als ein Brief oder ein Telegramm. Eine Waschmaschine erspart Zeit und körperliche Arbeit. Immer mehr neue Technik macht unser Leben leichter und bringt uns vermeintlich mehr freie Zeit.

Heute leben wir in einer von Technik durchtränkten Zeit, doch ich frage mich ernsthaft: Wenn immer mehr Technik zu immer mehr gesparter Zeit führt, warum hetzen wir alle dann alle noch mehr als jemals durch unser Leben und haben so oft das Gefühl eben keine Zeit zu haben?

In Teil 3 meiner Serie zu Zeitdieben will ich dieser Frage nachgehen.  Continue reading

Zeitdiebe – Teil 2 (Beziehungen und soziale Netzwerke)

Was soll das denn heißen? Wie kann man denn menschliche Beziehungen als Zeitdiebe bezeichnen?

Meine Partnerin, meine Eltern, meine besten Freunde stehlen mir doch keine Zeit! Das meine ich auch nicht. Menschliche Beziehungen sind ungemein wichtig, aber wirklich alle? Und so viele wie möglich?

In Teil 2 meiner Serie über Zeitdiebe, möchte ich über unseren modernen Umgang mit Freundschaft und sozialen Beziehungen im allgemeinen sprechen. Ausgangs ist dabei meine Aussage aus Teil 1 (Freizeit):

Unsere Zeit ist begrenzt. Wir können sie nicht vermehren, höchstens vollstopfen. Continue reading

Zeitdiebe – Teil 1 (Freizeit)

Minimalismus ist so viel mehr als nur das Ausmisten von überflüssigen Dingen im Haushalt. Daher möchte ich mich an eine kleine Reihe wagen, die sich näher beschäftigt mit der Reduzierung von Zeitdieben in unserem modernen Leben.

Die Artikelreihe richtet sich an alle Leser, die regelmäßig das Gefühl haben, sie hätten kaum Zeit für sich, also an all jene, die unter Zeitdruck leiden.

Ich schreibe dies aber auch für alle Minimalisten und Downshifter, die sich inhaltlich noch einmal mit Zeitdieben beschäftigen wollen und ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen teilen wollen.

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Digitaler Irrweg / Papierkram

Bei vielen Minimalisten geht das Reduzieren des Besitzes einher mit einem sehr digitalen Lebenswandel. So mancher zieht sogar als sog. digitaler Nomade durch die Welt. Ich war auch ein paar Jahre auf dem digitalen Pfad unterwegs. Digitalisierung aller Papiere, Kalender sowieso, Bücher, Musik etc. Aber ähnlich wie es Daniel mit seinen Büchern beschreibt, sehe ich heute vieles ein wenig anders. Man sollte es mit der Digitalisierung auch nicht übertreiben. Denn die kommt auch nicht umsonst daher und birgt bei vielen Vorteilen auch Nachteile und Risiken. Je digitaler man lebt, desto abhängiger macht man sich auch. Abhängig von: Continue reading

Ungeteilte Aufmerksamkeit ist in einer begrenzten Welt das wertvollste Geschenk

Alles was uns wichtig ist, wird es erst dadurch, dass wir ihm unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken.

Diese Weisheit ist mir wieder in mein Bewusstsein gespült worden durch den Film „her“. An dieser Stelle keine Filmbeschreibung. Nur soviel: Der Film ist sehenswert für alle, die auch manchmal darüber sinnieren, wie weit die Technik uns wohl noch bringen wird. Wer es spaßig und zugleich ein wenig gruselig findet, wenn er sich schon heute mit Computern unterhält, wird einen großen Gewinn aus dem Film ziehen.  Continue reading

Sinus Studie – Zum Glück wollen Jugendliche brave Konsumenten sein

Laut aktueller Sinus Studie wollen heutige Jugendliche nicht mehr rebellieren, sie wollen „sein wie alle“. Das klingt erstmal löblich für Ex-Jugendliche wie mich (Mitte Dreißig). Wir (die über 30Jährigen) haben also noch so richtig rebelliert. Aber ehrlich, das hat doch auch die Generation vor uns gesagt. Sagt nicht jede Generation von sich, dass sie noch richtig rebelliert haben?

Oder vielleicht nimmt die Rebellion ja doch immer weiter ab. Gibt es überhaupt noch etwas gegen das man rebellieren kann? Continue reading

Über „Über den Tod und das Leben davor“

Ich habe (wie ich das regelmäßig tue) einige Artikel rund um das Thema Minimalismus gelesen. An dieser Stelle möchte ich die Gedanken aus den Artikeln aufgreifen und sie euch zugleich empfehlen.

Daniel stellte diese Woche wichtige Fragen in seinem Artikel „Über den Tod und das Leben davor“.

Warum gibt es so häufig ein so starke Differenz zwischen dem, wie wir eigentlich leben wollen, und dem, was wir täglich tun? Die Wissenschaft nennt es kognitive Dissonanz.

Ein Beispiel: Wir wissen, dass Rauchen nicht gesund ist und eigentlich wollen wir damit auch aufhören, aber dann tun wir es doch immer wieder. Viele Minimalisten (ich nehme mich da nicht aus) schreiben sich fast die Finger wund, um das Thema der Gewohnheiten zu ergründen. Continue reading

Minimalismus aus anderer Sicht: Wie viel wiegt unser Besitz?

In meinem Artikel „Minimalist werden an einem Tag“ ließ ich mich zu einer steilen Vermutung hinreißen: Mit wieviel nötigem Gepäck ich durch mein Leben schreite. Ich schätze es sind keine 100 kg mehr.

Das war eine tolle Fehleinschätzung, vermutlich dadurch inspiriert, dass ich so viel Zeug in den Umzugskarton bekommen habe, der angeblich nur 30 kg aushält. Als ich den Karton aber aus Spaß einmal auf die Waage stellte, musste ich doch etwas schlucken. Nämlich die Wahrheit, dass der Karton 163 kg wiegt. Continue reading

Wie du mit zwei Begriffen deine Aufgabenflut in den Griff bekommen kannst

Seit einigen Tagen gehen mir zwei Worte nicht aus dem Kopf. Es sind zwei Worte, die in der Lage sind die Welt der Erwartungen und Aufgaben, die auf einen gerichtet sind, zu ordnen. Man kann mit diesen beiden Begriffen Klarheit schaffen, egal ob es darum geht E-Mails zu beantworten, auf Whattsapp Nachrichten zu reagieren oder sich zu überlegen, was man als nächstes tun soll. Besonders geeignet sind sie aber für Phasen im Leben, in dem man glaubt vor lauter Aufgaben nichts mehr zu schaffen. Continue reading