Author Archives: marcomattheis

About marcomattheis

Geboren Juli 1982 Minimalist seit 2006 Wohnhaft in Witten im Ruhrgebiet (Germany)

Podcast August 2017

Gedankliche Vorbereitungen auf die nächste Podcastfolge.

  • Ich bin 35 Jahre alt geworden, das ist an sich nur eine Zahl, löst aber vermutlich bei jedem eigene Gedanken über das Leben aus. Was bedeutet das überhaupt? Älter werden? Jung bleiben? Und wie geht man mit den vermutlich bald kommenden Begleiterscheinungen um? Zwickt das nur oder bleibt das jetzt?
  • Kann man sich im Minimalismus verrennen? Je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt, desto präsenter ist sie im eigenen Leben. Aber wie ist das, wenn man sich zu sehr mit einer Sache beschäftigt, die man ablehnt?
  • Ich überlege herum über kleine praktische Umstellungen meiner Routinen. Kann ein Rucksack der Ort für alles nützliche sein?
  • Ehemals war ich smartphone abhängig. Einen ganzen Samstag habe ich nun einmal ohne verbracht.
  • Gibt es die perfekten Aufräumgewohnheiten? Eine stets aufgeräumte und saubere Wohnung? Und ist das überhaupt wünschenswert?
  • Panikmodus versus innere Ruhe. Ich glaube einen guten Weg eingeschlagen zu haben für mehr innere Ruhe. Ich lasse weniger Dinge von außen auf mich einprasseln. Aber manchmal stolpere ich doch zurück in den Panikmodus. Hierfür gibt es für mich aber keine nützliche app. Der Weg Panik im Alltag zu verhindern führt in uns selbst, klingt kitschig, ist aber so.

Für alle, die gespannt auf die nächste Folge warten: Ich versuche die nächste Folge im August 2017 zu veröffentlichen und bin guter Dinge, dass das auch klappt.

Papierkalender 2016! Und jetzt? Digital oder auf Papier ins Jahr 2017? (Lesezeit ca. 10 Min.)

Ein digitaler Kalender kann viel mehr als ein Papierkalender. Trotzdem hat das Papier noch immer einige unschlagbare Vorteile.

Im Dezember 2015 wollte ich es herausfinden: Was passt besser zu mir? Papier oder digital? Ich nahm mir vor von meinem digitalen Kalender wieder auf einen “altmodischen” Papierkalender umzusteigen. Für ein Jahr lang. Für 2016.

Warum ich 2016 wieder einen Papier-Kalender benutzen werde

Um mich herum wurde auch 2016 alles digitaler. Eine Begeisterung 4.0 geht um. In Zukunft können Kühlschrank und Kaffeemaschine sich unterhalten. Und was mache ich? Ich greife zu Stift und Kalender, Version: 1.0.

Jetzt ist das Jahr 2016 bald vorüber, ein Fazit ist möglich. Continue reading

Worüber schreiben ? (Lesezeit: ca. 5 Min)

Die Welt ist laut geworden, was mir besonders auffällt,  wenn ich morgens das Haus verlasse und mich zu Fuß und ohne Kopfhörer auf den Weg zum Zug begebe. Dann merke ich, dass wir in keiner Welt von Fußgängern leben.

Das wird jetzt aber kein Plädoyer für eine autofreie Welt oder ein Loblied auf die entschleunigte Mobilität. Aber es sind nunmal vor allem die Autos, die einen solchen Lärm machen. Nicht wenn man drin sitzt. Dann sind sie flüsterleise. Und ist das nicht ein treffendes Bild für so viele schädliche Vorgänge unserer Zeit? Der Verursacher bekommt nichts mit von ihren schädlichen Auswirkungen.

Neue Autos mit Verbrennungsmotoren gibt es ja nun aber ab 2030 nun nicht mehr. Hat die Regierung beschlossen. Vielleicht wird es ja dann endlich leiser, wenn ich morgens das Haus verlasse. Continue reading

Ich denke immer positiv – Meistens

Nicht immer, aber immer öfter

Wenn die Werbung eines kann, dann Dinge auf den Punkt bringen. Leider benutzt sie diese grandiose Fähigkeit um Waschmittel, Zucker und wie in obigen Beispiel Bier zu verkaufen.

Was hat das alles mit Minimalismus zu tun? Was hat das mit positiven Denken zu tun?

Minimalismus kann zu einem gefährlichen Menschenbild führen, wie übrigens die meisten Weltanschauungen. Als Minimalist, Vegetarier, Veganer, Liberaler, Öko-Aktivist (die Liste könnte fast unendlich weitergeführt werden) kommt man schnell in folgende Falle: Continue reading

Mit welcher Technik wollen wir uns in Zukunft umgeben?

Jeden Tag nach der Arbeit hole ich kurz vor 13 Uhr meine Tochter vom Kindergarten ab und während meine Tochter schläft, habe ich die Zeit und Ruhe ungestört nachzudenken. Der Rückweg mit dem Kinderwagen dauert etwas 20 Minuten und führt über einen ruhigen Fahrrad- und Wanderweg. Entlang des Weges liegen schöne Einfamilienhäuser mit Gärten.

An einem dieser Gärten musste ich heute abrupt stehen bleiben. Meine Aufmerksamkeit wurde gefesselt von einem dieser Rasenmäher-Roboter. Leise und scheinbar völlig autonom bewegte er sich über die Rasenfläche.

Die Technik ist erstaunlich, gerade weil sie so autonom daherkommt. So ein kleiner Roboter ist eben was völlig anderes als eine Spül- oder Waschmaschine. Neben dem kleinen Rasen liegt eine Terrasse mit allem was dazu gehört. Ein Tisch, ein paar Stühle, ein bisschen Kram vom Vorabend.

Ich habe mir kurz vorgestellt, wo diese Entwicklung hingehen mag und wie das Bild wohl ausgesehen hätte, wenn ich zehn oder fünfzehn Jahre in die Zukunft geblickt hätte. Continue reading

Der richtige Umgang mit Fehlkäufen

Ich versuche als Minimalist zwar nur das absolut nötigste überhaupt zu kaufen, aber auch mir passieren noch immer gelegentlich Fehlkäufe. Bei 90% meiner Fehlkäufe merke ich aber erst nach einigen Monaten, dass ich Dinge gar nicht gebraucht hätte. Da sind sie dann aber schon so alt und schon ein paar Mal gebraucht, dass ein Umtausch nicht mehr möglich ist. Was tut man dann am besten?

Da ist zum Beispiel das teure aufblasbare Camping Kopfkissen. Nach ein paar gescheiterten Versuchen darauf zu schlafen, habe ich es aufgegeben. Ein Umtausch war aus hygienischen Gründen nicht mehr möglich, da ich ja schon ein paar Mal mit meinem Kopf darauf geschlafen habe. Das kann ich natürlich verstehen. Ein Verkaufsversuch bei ebay brachte keinen Erfolg. Nicht einmal für einen Euro wollte jemand das Kissen haben, dass ich für zwanzig Euro neu gekauft hatte. Im Bekanntenkreis habe ich niemanden der so ein Camping Kissen gebrauchen könnte und so liegt es nun auf meinem Kleiderschrank herum und wird von Zeit zu Zeit von meiner Tochter bespielt. Es schwimmt im Wasser und ich kann es demnächst wohl unterwegs als super Sitz für meine Tochter verwenden.  Continue reading

Besitz, Eigentum und Konsum – Warum das eben nicht das gleiche ist.

Gestern eine schrecklich theoretische Podiumsdiskussion über Minimalismus gehört. Dabei wurde zwar auch ganz hohem Niveau diskutiert und Bezug genommen zu allem möglichen Theorien aus Psychologie, Soziologie und Geschichte.

Praktische Beispiele aus unserer Zeit waren aber eher Mangelware. Dabei ist doch gerade unsere Jetzt-Zeit so unglaublich spannend im Bezug zum Minimalismus.

Minimalismus ist ein -Ismus. Damit ist es – ja! – per Definition so etwas wie eine Weltanschauung. Und damit auch immer kritisch zu betrachten wie alle Weltanschauungen.

Es gibt sie eben nicht, die eine Weltformel, die eine Brille durch die alles gut wird. Auch der Minimalismus würde – von allen angewandt – nicht zwangsweise in den Weltfrieden führen. Auch zwei Minimalisten können sich über die Frage, was man wirklich braucht, die Fäuste ins Gesicht hämmern.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn mehr Menschen Minimalisten wären. Das gleiche denken aber auch Dortmund Fans von sich und anderen.

Minimalismus ist aber eben doch mehr als nur ein reiner glaube. Es zeigt praktische Erfolge in meinem Leben und wie ich so höre, auch bei vielen anderen Menschen. Es lohnt sich also doch einmal genauer hinzusehen.

Minimalismus ist die Konzentration auf das Notwendige. Minimalisten versuchen so wenig wie möglich zu “haben” und zu konsumieren.

Und da fangen die Probleme schon an und die ersten Kritiker heben die Finger. Ist nicht alles, was wir tun, Konsum? Wenn ich mich hinsetze und zwei Stunden meditiere, ist das ja auch Konsum. Ich konsumiere eben eine Entspannungstechnik, und wenn ich ins Kino oder Restaurant gehe, konsumiere ich eben auch. Beides Konsum, also auch egal, was von beiden ich tue? Continue reading

Kleiderschrank – Ein ewiges Thema! Oder geht es auch ohne?

Verrückter Gedanke, der mich seit Beginn meines Minimalismus Lebens-Experiments nicht loslässt. Kann ich auf einen Kleiderschrank verzichten? Das geht, ist mir klar. Die Frage ist, wie ich es hinkriege.

Ich habe ca. 90% meines übrig gebliebenen Besitzes in meinem Kleiderschrank. Ein schmaler Kleiderschrank aus Holz, zwei Türen. Neben meiner Kleidung auch meine Aktenordner, meine Tagebücher und sonstiger Kram.

Entsprechend voll gestopft wirkt er die meiste Zeit. Viele Kleidungsstücke brauche ich seit vielen Monaten und einigen Jahren einfach nur auf. Als Minimalist kann ich mich für gewöhnlich ganz gut von unnützen Dingen trennen. Für Kleidung gilt das nicht. Die brauche ich bis zum letzten auf. Dennoch:  Die Anzahl der T-Shirts sinkt seit Jahren von einem recht hohen Niveau, das gleiche bei allen anderen Kleidungsstücken.

Ich habe schon sämtliche Aufbewahrungsmöglichkeiten im Schrank durch. Gefaltet, gerollt und geknuddelt im Wäschekorb davor. Derzeit experimentiere ich damit, ob ich 90% der Kleidung in den Schrank hängen könnte und probiere mit Hängevorrichtungen herum. Die Socken an einer langen Leine mit Wäscheklammern befestigt sparen viel Platz. Das obere Regal wird so frei für viele andere Sachen.

Es scheint: Ganz überflüssig werde ich den Schrank auch in absehbarer Zeit nicht machen können. Aber vielleicht hat ein Leser oder eine Leserin noch eine praktisch Idee zur Vereinfachung des Kleiderschranks. Dann bitte nutzt die Kommentarfunktion.

Fleisch!

Fleischkonsum ist auch so eine Gewohnheit, die ich derzeit stark hinterfrage. Vor allem wenn es um Fleisch geht, dass auf ekelhafteste Weise “produziert” wurde. Die Liste der negativen Folgen dieser Produktion ist lang und wird im obigen Video (ARTE Doku) gut zusammengefasst.

Es wird also endlich Zeit, dass die Politik etwas ändert!?
Es wird Zeit, dass endlich irgendjemand diesen bösen Konzerten das Handwerk legt!?

Kann alles sein.

Aber vor allem wird es Zeit, dass ich selbst anfange in diesem Bereich mein Verhalten zu hinterfragen und Gewohnheiten zu ändern. Ich versuche das jetzt zum ungezählten Male, hoffe aber es diesmal zu schaffen.

Und ihr? Wie haltet ihr es mit de Fleisch?