100 Tage kein Zucker im Kaffee und andere Veränderungen

Die 100 Tage ohne Zucker im Kaffee waren gestern vorüber. Ein Resümee: Die hundert Tage erscheinen mir im Rückblick sehr lang. Nicht weil es eine anstrengende Zeit war, sondern weil ich in diesen etwas mehr als drei Monaten so viele andere Dinge verändert habe. Die andere Erkenntnis: 100 Tage sind ein sehr guter Zeitraum um kleine und mittlere Gewohnheiten zu ändern. Schafft man diese 100 Tage, ist ein Rückfall eher unwahrscheinlich. Das gilt wahrscheinlich nicht für größere Baustellen, für wirklich intensive Süchte sollte man also weiter einen Facharzt aufsuchen. Aber für den einen oder anderen guten Vorsatz für das neue Jahr, kann ein Kalender und die Zahl 100 durchaus funktionieren. 

Habe ich jetzt weitere 100 Tage Projekte geplant? Nein. Bei allen anderen Baustellen in meinem Leben geht es viel mehr um klassische Reduktion. Weniger Fleisch, weniger Digitalisierung, aber kein absoluter Verzicht. Das richtige Maß ist keine Frage von ‚ganz oder gar nicht‘, es ist ein täglicher Blick auf mich selbst.

Weniger Digital. 
Ich habe jetzt noch 4 apps auf meinem smartphone. Das ist ein wenig geflunkert, denn das ist die Anzahl, die apple mir bei meinem iphone unter ‚Einstellungen – Allgemein – Info‘ angibt. Nicht mitgezählt werden die von apple festgeschraubten apps (watch, Health, iphone suche, Aktien, Freunde, Game Center, Kompass, Wetter, Tipps, Notizen und noch ein paar mehr).

Auch der Kalender ist so eine fest installierte app. Heute morgen sagte ein Arbeitskollege zu mir, es sei wirklich ein ungewohnter Anblick mich mit einem Papierkalender zu sehen. Es ist keine kategorische Verweigerung, aber ich habe es mal wieder mit einem Kalender aus Papier probiert. Es hilft meiner Erinnerung, es geht schneller als die app, die Ansicht ist deutlich größer. Klar, kein automatisches Backup und viele andere technische Besonderheiten. Vieles fällt weg, vieles davon brauchte ich nie wirklich. Es sei an dieser Stelle nur angerissen. Das ist ein Thema für einen ganz eigenen Artikel.

Ich bin ernüchtert von meinem iphone. Seltsamerweise habe ich heute nicht mehr dass Gefühl, dass mich ein neues iphone Modell noch glücklicher machen würde. Mittlerweile Zweifel ich sogar daran, ob ein iphone oder smartphone überhaupt maßgeblich zu meinem Lebensglück beiträgt (beitragen sollte?). Seitdem ich mich entschieden habe, es nur noch für das notwendigste zu nutzen, fühle ich mich freier. Befreit von der Vorstellung, mir das neuste Modell kaufen zu müssen, befreit von der Sorge um einen Akku unter 15%, befreit von der Sorge zu wenig Speicherplatz zu haben. An dieser Stelle eine Bitte: Ich möchte keine Tipps für andere smartphones. Meine Kritik ist eine eher eine grundsätzliche. Wie bereits gesagt hat sich bei mir das Gefühl ausgeprägt, dass ich zuviel Zeit auf diesen Bildschirm geschaut habe, dass jede freie Minute irgendetwas zu checken oder zu beobachten war. Neue Nachrichten, news, etc.   Ich glaube jeder mit smartphone kennt das irgendwie von sich selbst. Aber ganz darauf verzichten, möchte ich auch nicht. Nur nicht mehr ganz so abhängig davon sein, das habe ich schon erreicht. Früher durfte niemand ausser mir mein iphone anfassen ohne dass ich sichtlich nervös wurde. Die Vorstellung, dass es mir morgens oder gar an einem Wochenende kaputt ginge, löste bei mir echte Besorgnis aus. Davon bin ich heute befreit.

Das Projekt Wandern
Ich habe mir vor ein paar Tagen nach gründlicher Beratung im Fachhandel einen Schlafsack geholt. Vielen Dank nochmals für die Geduld gegenüber einem Outdoor Newbie  an Outdoorfair in Dortmund. In den nächsten Tagen werde ich diesen einmal ausprobieren und damit einen nächsten Schritt in Richtung Outdoor-Erlebnis Sommer 2016 machen. Ich werde berichten.

Marco Mattheis, 17.Dezember 2015

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